frühere Studentische Arbeiten

Stegreif WS 2005 – „Mittelpunkt“

Der Ortsmittelpunkt von Altenbach soll neu gestaltet werden. Dabei werden verschiedene Anforderungen an Repräsentation, Nutzbarkeit, definierte Gestaltungselemente und Bezahlbarkeit an die Umgestaltung gestellt.

Aufgabenstellung
Aufgabe des Stegreifs ist, den Ortsmittelpunkt von Altenbach als öffentlichen Freiraum neu zu definieren und zu gestalten. Es gilt Qualitäten und Potentiale aufzuspüren und ein detailliertes und schlüssiges Konzept zum Thema „Ortsmittelpunkt“ zu entwickeln. Wichtig ist die Anbindung und Zuordnung des Freiraumes zum Ort. Dabei ist die Rolle der Erschließung im Zusammenhang mit den Straßen und Kreuzungen zu prüfen.
Die Idee mit ihren Zuordnungen und Bezügen sowie raumgliedernden Strukturen muss sich in einer entsprechenden Gestaltung widerspiegeln. Dabei müssen das Konzept und der finanzielle Aufwand in einem nachvollziehbaren Verhältnis stehen. Aussagen zu wesentlichen Gestaltungsmerkmalen wie Vegetation, Beleuchtung, Möblierung und Art der Bodenbeläge müssen deutlich gemacht und dargestellt werden.

Entwurf WS 2004/2005 – „FRAiraum“

Fast jeder ist schon am Frankfurter Flughafen abgeflogen oder angekommen. Bevor man in dem Flughafen sitzt, muss man meist verschlungene Wege bewältigen oder einfach nur warten. Aus Tief- oder Hochgaragen, Fernbahnhöfen oder Busterminals sucht man sich seinen Weg über Treppenhäuser, endlos lange Gänge, Rampen, Aufzüge und Rolltreppen. Irgendwo kommt man heraus und schlängelt sich zwischen Taxis, Autos und Bussen über Straßen und Haltezonen um erneut im Gewirr von Gängen und Rolltreppen zu verschwinden, auf der Suche nach seinem Terminal.

Die Aufgabe
Aufgabe des Entwurfes ist es, sich mit einem Verkehrsknotenpunkt wie dem Frankfurter Flughafen als Grosstruktur und primäre Infrastruktureinrichtung auseinander zu setzen und ein städtebaulich freiraumplanerisches Konzept für die Vorbereiche der beiden Terminals 1 und 2 zu entwickeln. Gerade an dieser Schnittstelle sind die verkehrstechnischen Ingenieurbauwerke fast ausschließlich unter monofunktionalen Gesichtspunkten entstanden und vielfach ohne gestalterische Anforderungen und einer Einbindung in den Kontext konzipiert worden. Die dabei entstandenen öffentlichen Freiflächen spiegeln die in ihrer fehlenden Qualität oder sind einfach nur die übrig gebliebenen, nicht »verwertbaren« Restflächen.

Entwurf SS 2004 – „Stadtrand mit Aussicht“

Lage
Das Entwurfsgebiet ist der Berg »Virgl«, der als Vorgebirge dicht über dem bebauten Gebiet der Stadt Bozen schwebt. Durch seine exponierte Lage hat das Gebiet eine starke symbolische Bedeutung für die Stadt.

Beschreibung
Bozen, mit seinen ca. 100.000 Einwohnern, ist eine stark konsolidierte, kompakte, durchgehende bebaute, einheitliche Stadt. Ihre Ränder sind deutlich erkennbar. Die »echte« Stadt ist von dem »echten« Land klar getrennt. Dort, wo der bebaute Teil der Landschaft aufhört, fangen die landwirtschaftlich genutzten Teile an. Brach liegende Flächen sind kaum auszumachen. Alles ist intensiv genutzt.

Aufgabe
Ziel des städtebaulich freiraumplanerischen Entwurfes ist es, für den Berg »Virgl« Entwicklungsperspektiven im Rahmen der strategischen Planungsansätze zur Erweiterung und Entwicklung der Stadt Bozen aufzuzeigen. Es werden vorrangig öffentliche Nutzungen vorgesehen, da diese besser in Hinblick auf die hohe ökologische Bedeutung des Gebietes steuern lassen.

Entwurf WS 2003/2004 – „Mittendrin“

Beschreibung
Der Entwurf beschäftigt sich mit einem typischen Ausschnitt der Industrie- und Stadtlandschaft im zentralen Ruhrgebiet. Die Emscherzone im Grenzbereich der beiden Städte Bottrop und Essen ist in besonderer Weise gekennzeichnet durch industrielle Infrastruktur der Vergangenheit und die Verkehrsinfrastruktur des Ballungsraums: Industriegleise, Kohlelager, Tanklager, Industriebrachen, Zeche und Kokerei Prosper, Halden, alte Arbeitersiedlungen, grüne Restflächen, Autobahnen, Abwasserkanäle, die Emscher und der Rhein-Herne Kanal.
Der Stadtteil Bottrop-Ebel liegt eingezwängt und isoliert mitten zwischen diesen Elementen und wird nur über zwei Unterführungen erschlossen. Der Kern des Stadtteils ist eine um 1900 entstandene Arbeitersiedlung mit hohen historischen Qualitäten, die in ihrer Inselllage nur von zwei Seiten Zugänge hat.

Aufgabe
Ziel des städtebaulich freiraumplanerischen Entwurfs ist es für den Stadtteil Ebel-Ost Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.

Entwurf SS 2002 – „Aufbruch Veddel“

Der Hamburger Stadtteil Veddel liegt auf einer Insel im Elburstromtal. Eingeklemmt zwischen ICE-Trasse, Autobahn, der Norderelbe und einem alten Bahndamm im Süden liegt Veddel, abseits und isoliert. Südlich des Wohnquartiers und dem stillgelegten Müggeburger Zollhafen steht inmitten einer Gewerbebrache und abgeschnitten vom Schwerverkehr eine Halle, letztes Relikt der ehemaligen Auswandererstadt. Bis 1934 Jahre war das Areal Sammel- und Ausgangspunkt für Osteuropäer und Deutsche nach Amerika in die ‚Neue Welt’. Aufgabe des Entwurfs war die Entwicklung eines städtebaulich/ landschaftsplanerischen Konzepts für das Areal der heruntergekommenen und vom Verkehr dominierten Gewerbebrache mit der Auswanderhalle. Gesucht wurden tragfähige Ideen für eine Nachnutzung. Das Areal sollte eine neue Identität und Gestalt erhalten, zugleich war die Geschichte des Ortes einzubeziehen. Schwerpunktthemen waren die Anbindung und Verbindung: Anbindung an die S-Bahn, an das Wohnquartier Veddel, an das Wasser des Müggeburger Zollhafens; Verbindung zur Hamburger Innenstadt, nach Wilhelmsburg und Verbindung der Vergangenheit mit einer tragfähigen Zukunft.

Stegreif – „form follows freiraum“

Das Herz der TU Darmstadt-Stadtmitte ist ein großer Innenhof, der sich heute als unstrukturierte Restfläche auf zwei Ebenen präsentiert. Aufgabe war es die Qualitäten und Potentiale dieser Restfläche aufzuspüren und in einem detaillierten Konzept neue Nutzungen und Gestaltvorgaben zu formulieren. Ein klares Freiraumkonzept würde nach Abriß des alten Heizkraftwerks Vorgaben für städtebauliche Erweiterungen und Ergänzungen formulieren können.

Stegreif – „Alles Theater?“

Aufgabe des Stegreifs war die Georg-Büchner-Anlage, Eingangs- und Vorbereich des Darmstädter Staatstheaters, als städtischen Freiraum neu zu gestalten. Ziel war es das Theater über diesen neuen Freiraum auf einer Tiefgarage wieder an die Innenstadt anzubinden. Darüber hinaus sollte ein Ort entstehen der weiterhin verschiedene Nutzungen integriert. Neben kulturellen Angeboten und Einzelereignissen sollte in einem besonderem Maße der alltägliche Gebrauch der Freifläche Berücksichtigung finden.