Möglichkeitsräume Essen - Studentische Arbeiten

Studentische Projekte

„Screw ´N`Tune“

Franziska Swoboda, Susanne Weber, Jochen Vollmer
Will man mit niedrigem Budget eine tragfähige Entwicklung in Gang bringen ist es notwendig ein Thema zu finden, bei dem alle Beteiligten mit Feuer und Flamme dabei sind. Für die Region der Stadt Essen und den Krupp Gürtel im speziellen liegt dieses Thema im Autotuning.
Die Schrauber- und Tuningszene stellt die Zielgruppe des Projektes dar, die auf dem Gebiet angesiedelt wird. Ansiedlung und räumliche Entwicklung werden in einem städtischen Prozess zusammengefasst, dem bei geringem Budget eine besondere Bedeutung zukommt. In fünf Entwicklungsphasen wird die Szene auf dem Plangebiet untergebracht und der Entwurf schrittweise realisiert. Durch gezielte Eingriffe werden bestehende Raumqualitäten gestärkt, sodass eine nachhaltige Raumstruktur entsteht.

„alles kann, nichts muss…“

Miriam Hahn, Fabian Faerber, Simon Fischer
Prostitution ist ein gesellschaftliches und architektonisches Tabu. Verhaftet in alten, meist miserablen Strukturen, entstehen städtebauliche Randgebiete und kriminalisierte Problemzonen. Für die Bürger sind dies oft Angsträume – für die Prostituierten sind es stigmatisierende Arbeitsumfelder.
Das Planungsgebiet befindet sich 500 Meter neben einem der größten Straßenstriche NRWs – der Pferdebahnstraße. In der Stahlstraße und in der Pferdebahnstraße spiegeln sich diese für Deutschland typischen Probleme wieder.
Das Ziel ist die Schaffung eines Ausgehviertels in dem die Prostitution ein fester Bestandteil ist. Essentiell bei der Idee ist eine vielfältige Nutzermischung, die die Sexarbeit in das gesellschaftliche Leben zu integrieren versucht. Das brachliegende, industrielle Areal wird zu einem lebendigen Szeneviertel umgenutzt, das nachts und tagsüber funktioniert und ein breites Publikum anzieht. Der Freiraumplanung fällt dabei eine besondere Rolle zu.

„PLAY-THE-GAME“

Lars Müller, Sabine Philippi, Julia Steinke
Das Projekt PLAY-THE-GAME ist eine temporäre Übergangsnutzung im Low-Budget-Bereich. Maßgebende Planungsgundlagen sind die ausgeprägte Insellage, der große Bestand an Hallenbauten in verwilderter Romantik sowie die verkehrstechnisch optimal erschlossene Lage.
Ziel des Entwurfes ist, eine Spielwelt mit eigenen Regeln, einen Attraktor für das gesamte Einzugsgebiet Ruhrgebiet zu schaffen >> PLAY-THE-GAME:
Eine Anlage für Paintball und LAN-Computerspiele. Diese Spiele, das eine virtuell, das andere für manche Kritiker nur zu real, werden trotz großer Nachfrage gesellschaftlich missachtet. Durch ein breit gefächertes Angebot, Nutzungsverschränkung und Öffnung wird hier jedem Besucher Einblick und Zugang möglich. Nur geringe bauliche Maßnahmen sind erforderlich, hauptsächlich im Bereich der Organisation sowie der Spielfeldeinrichtung im Indoor- und Outdoorbereich. Die Zufahrt wird erweitert und werbewirksam gestaltet. Um einen zentralen Platz werden eine LAN-Halle, Paintballhauptgebäude, Gastronomie und Servicegebäude angeordnet.

„Stunt-Arena“

Kristina Klenner, Fabian Roskamp, Peter Sauer
Eine Analyse des Freizeitangebots im Essener Stadtgebiet ergab, dass fast ausschließlich herkömmliche Sport- und Freizeitmöglichkeiten vorhanden sind. In Verbindung mit den besonderen örtlichen Gegebenheiten (Inselcharakter) ist das Plangebiet vor allem für eine Lärm verursachende und außergewöhnliche Freizeitnutzung geeignet.
Die Idee: Das komplette Gebiet mit einem Teil seiner bestehenden Gebäude wird zu einer Stunt-Arena mit Stunt-Schule, integriertem Hochseilgarten und diversen Freizeiteinrichtungen umfunktioniert. Durch diese außergewöhnliche Freizeiteinrichtung wird besonders Kindern die Möglichkeit gegeben sich individuell zu entfalten. Die Realisierung erfolgt in 4 Phasen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Kosten im Low-Budget-Bereich bleiben, da jede Phase auf die vorherige aufbaut. Die Hauptzielgruppe sind Kinder und Jugendliche, aber auch Angestellte sowie Film und Fernsehen. Ziel der Stunt-Arena ist es, Kindern und Jugendlichen Selbstvertrauen, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit bzw. einen respektvollen Umgang miteinander zu vermitteln. In Verbindung mit einem ergänzenden Angebot für Erwachsene wird so ein umfassendes und außergewöhnliches Freizeitangebot für die regionale und überregionale Bevölkerung geschaffen.