WS 11/12 Schuldorf

Große Pause – Städtebauliche Neuorganisation des Schuldorfs Bergstraße

Städtebaulicher Entwurf – WS 2011 / 12

Dozent/innen:
Prof. Dr. Jörg Dettmar, Dr. Constanze A. Petrow

Inhalt:
Der Entwurf widmet sich der städtebaulichen und freiraumplanerischen Neuordnung des Schuldorfs Bergstraße. Gegründet zu Beginn der 1950er Jahre als Modellschule nach dem Vorbild der amerikanischen community schools, spielte das Schuldorf mit seinem reformpädagogischen Konzept der Vereinigung unterschiedlicher Schultypen in Deutschland eine Vorreiterrolle. Seit 2000 beherbergt es auch eine Europaschule.

Gelegen an der Bergstraße zwischen Seeheim, Jugenheim und Bickenbach auf einem von Sanddünen und hohen Kiefern geprägten Grundstück, wurde das Schuldorf als Campus angelegt. Innerhalb der vergangenen fünf Dekaden wuchs es kontinuierlich; neue Gebäude kamen hinzu, Nutzungsroutinen wechselten, einzelne Außenbereiche verloren ihre ursprüngliche Widmung. Das Architekturensemble des Schuldorfs steht als typisches Zeugnis der 50er-Jahre-Architektur unter Denkmalschutz. Städtebau und Architektursprache dieser Epoche bilden ebenso wie das markante Landschaftsbild den Rahmen, indem sich eine Neuordnung des Geländes zu bewegen hat. Das geforderte Konzept soll nicht nur die Pausenhöfe und Spielbereiche für Schüler unterschiedlicher Altersgruppen umfassen, sondern auch die Verkehrsflächen sowie einen Standortvorschlag für ein zentrales Mensagebäude. Die Neuordnung der Freiflächen soll die Orientierung auf dem Gelände erleichtern, brachgefallene Flächen wieder in die Nutzung integrieren und vielfältige Aufenthaltsangebote für die Kinder schaffen. Zusätzlich zu einem Gestaltungskonzept für die Freiräume ist ein Wegeleitsystem zu entwerfen.
Die Leitung des Schuldorfs Bergstraße hat diesen Entwurf angeregt und beleitet ihn.