WS 10/11 Innovation City

InnovationCity

Städtebaulicher Entwurf – WS 2010 / 11

Dozent/innen:
Prof. Dr. Jörg Dettmar, Dr. Constanze A. Petrow

Inhalt:
Das Ruhrgebiet befindet sich im Strukturwandel; die Kulturhauptstadt RUHR.2010 hat den Wandel der Metropole Ruhr mit zahlreichen Projekten und Events thematisiert. Im Ruhrgebiet besteht hoher Handlungsdruck im Hinblick auf Maßnahmen zur Anpassung an demographische Veränderungen sowie an den Klimawandel.

Die im Herzen des Ruhrgebiets liegenden Städte Gelsenkirchen und Herten verfolgten im Rahmen des Wettbewerbs „InnovationCity“ eine gemeinsame Stadtentwicklungsstrategie auf der Basis von Zukunftsenergien. Zentrales Ziel war die Entwicklung eines Konzepts zur Minderung der Treibhausgasemissionen, insbesondere des CO2-Ausstoßes, bis zum Jahr 2020. Das Wettbewerbsgebiet umfasste die Stadtteile Scholven, Hassel und Buer in Gelsenkirchen sowie Westerholt, Bertlich, Langenbochum, Paschenberg und Mitte in Herten. Rund 75.000 Menschen leben in diesem Gebiet, welches sich als ein Patchwork aus Siedlungsflächen, Industrie- und Gewerbenutzungen sowie großen Infrastrukturen präsentiert. Aber auch mittelalterliche Dorfkerne, Schlösser, Siedlungen aus der Gründerzeit, Gartenstädte, eine ganze Palette von Nachkriegsbebauungen, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wälder, öffentliche Grünflächen, ein Golfplatz sowie große Bergbaubrachen prägen das Bild. Eine stillgelegte Zechenbahn, die das Gebiet quert, könnte künftig als verbindendes Band fungieren, als eine „Allee des Wandels“.

Das übergreifende Thema des Entwurfs war eine klimafreundliche Stadt-Landschaftsentwicklung. Als Kern der Entwicklung bot sich die im Wettbewerb als „Nukleus“ bezeichnete Fläche der stillgelegten Kokerei Hassel und des Bergwerks Westerholt an.

studentische Arbeit