WS 09/10

Zwischenraum_Zwischenzeit_Zwischennutzung. Biennale Venedig – Entwürfe für die Giardini

Städtebaulicher Entwurf – WS 2009 / 10

Dozent/innen:
Prof. Dr. Jörg Dettmar, Dipl.-Ing. Nicole Pfoser,
FG Entwerfen & Freiraumplanung
Prof. Wolfgang Lorch, Dipl.-Ing. Andreas Krawczyk,
FG Entwerfen & Grundlagen der Hochbaukonstruktion

Inhalt:
Die Biennale in Venedig wird als internationale Kunstausstellung seit 1895 – bei mehrjährigen Unterbrechungen in den Kriegsjahren – alle zwei Jahre zwischen Juni und Oktober veranstaltet. Sie findet in den Giardini, einem öffentlichen Gartengelände am Ostrand Venedigs, statt. Darauf stehen dreißig Länderpavillons, entstanden ab 1907, die einem Parcours durch die Baukunst des 20. Jahrhunderts gleichen. Einige davon sind herausragend, etwa der finnische Pavillon von Alvar Aalto, der niederländische von Gerrit Rietveld, der veneziaische von Carlo Scarpa oder der „Padiglione del Libro“ von James Stirling. Das Biennale-Gelände selbst ist längst zu klein geworden; als zweiter Veranstaltungsort ist das Arsenale hinzugekommen. Außerhalb der Biennale-Zeiten verkommen die Giardini. Wegen ihrer Randlage sind sie vom städtischen Leben praktisch abgetrennt. Einbrüche und Vandalismus setzen dem Gelände und seinen Gebäuden zu. Jeweils vor der Eröffnung einer neuen Biennale werden die Schäden mit hohem Kostenaufwand beseitigt.

Ziel des Entwurfs war es, Vorschläge zu entwickeln, um das Biennale-Gelände in einen permanent genutzten Teil der Stadt zu transformieren. Berücksichtigt werden sollten dabei die Lage am Wasser und die Nähe zum Stadtzentrum. Die vorgeschlagenen Nutzungen sollten eine ganzjährige Aktivierung der Flächen fördern. Hinsichtlich der Bebauung konnte eine Nachverdichtung angedacht werden, erlaubt war auch eine komplette Überarbeitung des Areals.

Der Entwurf umfasste zunächst die Analyse konzeptioneller Ansätze für bestehende Ausstellungsgelände an anderen Orten sowie kurze Stegreife. Darauf folgte die städtebauliche bzw. hochbauliche Entwurfsarbeit, die schließlich für Teilbereiche vertieft wurde.