Grün statt Grau

Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wanadel

Das Modellprojekt

Mithilfe veränderter Handlungskonzepte, optimierter Flächenfunktionalität und tragfähiger Stakeholdernetzwerke werden in Frankfurt, Marl und Remscheid in einem dreijährigen Modellprojekt Wege erarbeitet, um Gewerbegebiete in eine nachhaltige Stadtentwicklung einzubeziehen.

Basis dafür sind Analysen der städtebaulichen, gewerblichen, landschaftsökologischen sowie stadtklimatischen Situation, aus der sich Perspektiven unter den Aspekten der Nachhaltigkeit, Klimaverträglichkeit und gewerbewirtschaftlichen Zukunft ergeben. Dabei sollen nicht nur mit den Instrumenten der Bauleitplanung Entwicklungsziele administrativ vorgegeben, sondern in einem konstruktiven Prozess mit den Akteuren vor Ort Lösungen erarbeitet werden.

Im Projekt sind drei Pilotstädte mit ihren jeweils ausgewählten Gewerbegebieten als Praxispartner und direkte Kontaktstelle zwischen Unternehmen, Kommunalverwaltung und Bürger/innen beteiligt.

Die Gewerbegebiete

Seckbach / Fechenheim-Nord (Stadt Frankfurt am Main)
Die Erschließung der Gewerbegebiete (rd. 186 ha, ca. 550 Betriebe) begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Die heutige Nutzung ist heterogen. Die Gewerbegebiete profitieren von der unmittelbaren Nähe zum Frankfurter Grüngürtel und sind verkehrlich gut angebunden.
Ziele:
Es wurde bereits ein Entwicklungskonzept erstellt. Mit dem Modellprojekt können nun landschaftsplanerische und städtebauliche Aspekte mit Blick auf das Stadtklima handlungsorientiert beleuchtet werden.

Lenkerbeck (Stadt Marl)
Das Projektgebiet (100 ha, rd. 160 Betriebe) hat seine Ursprünge in den 70er-Jahren. In dem Gebiet sind noch Rudimente münsterländischer Kulturlandschaft vorhanden. Über die gewerbliche Nutzung hinaus findet sich Wohnbebauung und Nahversorgung im Gebiet.
Ziele:
Es gilt, die Vielzahl konkurrierender Nutzungen im Gewerbegebiet zu strukturieren und weiterzuentwickeln. Zudem soll durch das Gebiet eine Verbindung zwischen südlich angrenzendem Wohnen und Erholungsflächen im Norden geschaffen werden.

Großhülsberg (Stadt Remscheid)
Das Gewerbe- und Industriegebiet (54 ha, rd. 90 Betriebe) wurde in den späten 1960er und 1970er Jahren geplant. Es liegt in enger Nachbarschaft zum Wohnbereich und verkehrsgünstig im Bergischen Städtedreieck.
Ziele:
Im Modellprojekt sollen nicht nur energetische Optimierungen ausgelotet werden, sondern auch der städtebauliche Wandel in Richtung grünes und attraktives Gewerbegebiet mit einer weiter optimierten Umgebungseinbindung.

Mehrwert für Unternehmen

Eine gute Nachbarschaft und Vernetzung mit starken Partnern ist für jedes Unternehmen ein Gewinn. Die Bildung von starken Partnerschaften über Stakeholdernetzwerke eröffnet Betreibern zukunftsweisende Handlungsmöglichkeiten.

Ein Beitrag zur Auflockerung durch Grünstrukturen im nahen Umfeld wird als greifbares Angebot zur Verbesserung des Wohlbefindens von Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen.

Das Engagement der Unternehmensspitze für soziale und ökologische Belange überträgt sich auch auf die Belegschaft und unterstützt die Identifikation mit dem Betrieb.

Eine grüne Visitenkarte wird nicht nur zum Aushängeschild für das eigene Unternehmen, sie wird zum Aushängeschild für das Gewerbegebiet.

Insbesondere wo Betriebsgelände in der Nähe von Wohnbebauung liegt, wird ein gesellschaftlich engagiertes Unternehmen als attraktiver Bestandteil des Quartiers wahrgenommen. Durch gute Presse oder sichtbare Maßnahmen, die sozial oder ökologisch motiviert sind, werden eine gute Nachbarschaft und das betriebliche Image gepflegt.

Flyer Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel

Verbundpartner

Wissenschaftsladen Bonn (WILA Bonn)
Verantwortlich für die „Verbundkoordination und externe Wissenschaftskommunikation“

Dr. Anke Valentin
Tel. 02 28 / 2 01 61-23
anke.valentin@wilabonn.de

Pilotstädte

Stadt Remscheid

Susanne Smolka
Tel. 0 21 91 / 16 35 47
susanne.smolka@remscheid.de

Stadt Frankfurt am Main

Timo Brühmann
Tel. 069 / 212-4 69 05
Timo.Bruehmann@stadt-frankfurt.de

Stadt Marl

Ingo Stapperfenne
Tel. 0 23 65 / 99-61 10
ingo.stapperfenne@marl.de